Die wichtigste Recherche nützt nichts, wenn die Zielgruppe direkt weiterswiped. Bei „**offen un' ehrlich**“ (funk) haben wir einen Weg in die Köpfe unserer Community gefunden – und der führt durch ihre Ohren. Wir singen unsere Faktenchecks. Und wir erreichen damit pro Video teilweise mehr als 5 Millionen Menschen – mit Themen, die eigentlich als „trocken“ gelten.
In dieser Werkstatt-Session ziehen wir den Vorhang auf und zeigen, was wir in zehn erfolgreichen Jahren gelernt haben:
- Radikales Runterbrechen: Wie wir komplexe Themen wie Drop-Shipping-Betrug oder Fake-Gewinnspiele in 30-Sekunden-Skripte übersetzen, ohne journalistische Standards aufzugeben.
- Dramaturgische Tricks: Wie visuelle und akustische Reize helfen, die Aufmerksamkeit zu gewinnen und zu halten.
- Singen als Werkzeug: Warum wir singen, obwohl wir es nicht können - und weshalb genau das bei unserer Community funktioniert.
- Fail Forward & Best Age: Wir sprechen offen über unsere „Worst Cases“ aus zehn Jahren Fakes aufdecken und wie man es schafft, auch als „altes“ Format immer noch „jung“ zu bleiben. Seit zehn Jahren gehört „offen un' ehrlich“ zu den erfolgreichsten Formaten von funk. Allein im vergangenen Jahr erzielten unsere Videos auf TikTok, Instagram, YouTube und Snapchat über 300 Millionen Views. Dass investigative Tiefe, präzises Storytelling und schiefer Gesang kein Widerspruch sind, zeigen unter anderem der Grimme-Preis sowie der Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus.